Archive for the ‘Adela’ Category

Herbst-Knitty ist da!

Juli 9th, 2010

Die Herbstausgabe 2010 der Knitty ist jetzt online

Hier hat es weit über 30° C  und das ist wahrscheinlich nur der Anfang der Hitzewelle. Da erscheint mir das herbstliche Erscheinungsbild der neuen knitty wie eine Nachricht von einem fernen Land.

Deswegen habe ich nur einen kurzen Blick reingeworfen und muss sagen, dass einige Projekte schon das gewisse knitty-Etwas haben: eine Originalität, die auf den ersten Blick eher gewagt als tragbar aussieht. Doch auf den zweiten Blick kann man erkennen, dass die meisten Modelle handwerklich sehr solide und mit technischer Raffinesse entworfen sind. Diese Kombination finde ich sehr reizvoll und zeigt sich z.B. am  Modell Trout River , einem Pullover/Pullunder mit abknöpfbaren Ärmeln und der schönen Silhouette. Sehr effektvoll (auch durch das schöne Garn und die Farbkombinationen) sind die Eda wristwarmers.

Gerade wollte ich noch etwas zu den anderen Inhalten der Knitty schreiben, denn gibt es oft interessante Artikel – aber die Website hat sich gerade verabschiedet. Gut es ist ja noch Zeit bis zum Herbst. Hoffentlich.

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Strickterrasse – eine traumhafte Vorstellung

Juli 5th, 2010

Als ich diese Bilder (Fotostrecke) über das Stricken an der Spree gesehen habe, musste ich echt seufzen.

So schönes Wetter und weit und breit kein Stricken am Neckar in Sicht.

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Stricken aktuell – eine kleine Presseschau

Juni 22nd, 2010

Der Weltstricktag hat in diesem Jahr ziemlich eingeschlagen.. Es hat den Anschein, dass der damit verbundene gute Zweck  die Tür zu den Medien öffnet. In erster Linie haben die regionalen Zeitschriften über die Aktionen um die Neugborenendecken in ihrer Umgebung berichtet.

Doch wie wird das Thema – abgesehen vom Weltstricktag – in der überregionalen Presse aufgegriffen? Gar nicht mal so selten und ziemlich unterschiedlich  – wie eine kleine Recherche über den Zeitraum der letzten Monate zeigt:

In der Sonne sitzen und stricken

Über die Krise in Island berichtet der Spiegel und stellt “Prjona Jona” (“Strickende Jona”)  vor, eine junge Isländerin, die mit dem Stricken eine große Karriere gemacht hat: Zunächst hat sie Babykleidung gestrickt und verkauft, dann ein erfolgreiches Strickbuch geschrieben. Die Frau, die in Island beinahe so bekannt sein soll wie Björk, sieht in der Wirtschaftskrise die Möglichkeit zur Rückkehr zum einfachen Leben:

“In den fetten Jahren hatten sich die Isländer daran gewöhnt, über ihre Verhältnisse zu leben. Jetzt entdecken sie die Freuden der einfachen Dinge. Daheim bleiben und kochen. Oder in der Sonne sitzen und stricken.”

Frühkindliche Prägung

Ich stricke also bin ich” titelt Die Welt und meint damit Rosemarie Trockel, deren Werke gerade in einer Retrospektive in der Kunsthalle Zürich gezeigt werden. Der Autor versucht sich in einer psychologisch-soziologischen Interpretation des Strickens:

Wahrscheinlich sind die frühkindlichen Bilder strickender Mütter, Großmütter und Tanten so stark, dass sie seit der Erfindung der Familie im späten 18. Jahrhundert keine Töchtergeneration mehr aus den umlockten Köpfen gebracht hat.

Selbstverständlich stricken echte KünstlerInnen – nach Meinung des Autors – nicht selbst . Das bleibt für ihn unvorstellbar. Für Rosemarie Trockel geht es dennoch zusammen -  stricken und denken.

Gegen Unsichtbarkeit: Telefonzellen mit Mützen

Ein sehr interessantes Strick-Guerilla-Projekt stellt Der Freitag vor: In München haben die beiden Künstler Stefanie Müller und Klaus Dietl zusammen mit jungen Migrantinnen aus dem Projekt “Fadenlauf” zwei Telefonzellen vor dem Bahnhof bestrickt.

Durch die kreative Auseinandersetzung mit Stoff, Auftritten auf Modeschauen oder künstlerische Aktionen wie das Einstricken der Telefonzellen in der Öffentlichkeit werden die Jugendlichen selbstsicherer. „Du bist dann nicht mehr so unsichtbar“

Das bunte Kleid wurde der Telefonzelle wieder abgenommen und ist in den Ausstellungsräumen von Munich Central zu sehen.

Glückliches Reisestrickzeug

Die Zeit beschreibt die “Neueste Masche” vor allem in praktischer Hinsicht. Die Autorin macht aus ihrer Leidenschaft beim Reisen zu stricken keinen Hehl (“Ohne Strickzeug entferne ich mich nicht weiter als 20 Kilometer von meiner Wohnung”), verweist auf die seit dem 11. September erschwerten Bedingungen bei Flugzeugreisen (drei beschlagnahmte Rundstricknadeln am Flughafen von Ciudad Juárez), versucht die Leser von extremeren Strickformen zu überzeugen (Yarn Bombing für Sehenswürdigkeiten) und hat sehr patente Tipps für’s Reisestrickzeug (keine teuren Holznadeln im Flugzeug) Glaubhaftes Fazit:

Wozu überhaupt stricken? Der Selbstversuch beweist: Stricken macht glücklich.

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Gestrickte Postkarten

Juni 6th, 2010

Eine sehr nette Idee! Nguyen Le von dem etsy-shop knitknit zeigt, wie einfach man eine Postkarte stricken kann.

Daumen hoch (2) – die schoensten kostenlosen Handschuh-Strickanleitungen

Mai 30th, 2010

Ok, Ok – wie ich gehört habe, finden nicht alle die Idee im Mai Handschuhe zu stricken so verlockend. Aber vielleicht können Sie diese kostenlosen Strickanleitungen doch ein wenig überzeugen?

Diese kostenlosen Anleitungen sind in Englisch.

Eher rustikale Modelle zum Warmhalten

  • Warm und rustikal – durch die dicke Wolle kommt das  Strukturmuster sehr schön zur Geltung.
  • Auch wenn das Garn eher dick ist, wirken diese Handschuhe durch das genau auf die Form abgestimmte Muster sehr edel. “Chevalier“.
  • Für alle Kinder schnell die passenden Handschuhe.
  • Wunderschöne Streifenhandschuhe in zarten winterlichen Farben.
  • mein Favorit: die extra Wollfaserfütterung – da hat Kälte wirklich keine Chance mehr!

Zeitlos und fein:

Muster über Muster

  • Girlanden tanzen hier über den Handrücken – feine Wolle und Geduld sind bei diesem Modell gefragt.
  • ein  ganz klein wenig Folklore und ein feines geometrisches Muster.
  • in herbstlichen Farben ganz besonders schön. Bei “Icewine” breiten sich Weinblätter und Trauben aus.
  • Sehr stilisiert, aber doch noch erkennbar, der Glücksklee auf den “Heather’s mittens” (hier als PDF).
  • Trotzs der Rosen am Handgelenk alles andere als altmodisch oder bieder ” Tiffany
  • Selten sind die Muster von Handrücken und Handinnenseite so raffiniert aufeinander abgestimmt wie bei diesem feinen Blümchenmodell.
  • Der besondere Effekt entsteht hier durch das Schwarz als Grundfarbe und die leuchtenden Akzente der Streublümchen. ( Bild, Teil 1, Teil 2)

Ein ganz besonders außergewöhnliches Modell ist nicht mehr frei im Netz zu finden – aber bei ravelery.com können sie die bezaubernden Seepferdchen noch finden. Sie wissen ja jetzt, wie’s geht.

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Daumen hoch – Handschuhe stricken

Mai 16th, 2010

Für den Monat Mai macht Elizabeth Zimmermann in ihrem Strick-Jahrbuch  (Knitter’s Almanac) einen ganz ungewöhnlichen Vorschlag:

Es sei die richtige Zeit, Handschuhe zu stricken. Als kleine Strickprojekte könne man sie leicht nach draußen mitnehmen. Aber das wichtigste sei, Handschuhe mit aller Konzentration zu stricken:

“It’s better not to make mittens in a hurry”

Und wenn man die Bilder von den kunstvoll gestrickten Handschuhen sieht – erklärt sich der Hinweis von Elizabeth Zimmermann von selbst.

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Bilderquellen: 1. Red Star Mittens, 2. Warm Glittens,
3. Wintergreen Mittens, 4. Black and White Mittens

Doch von den Mustern und raffinierten Details abgesehen, ist das Stricken von Handschuhen (zumindest von Fäustlingen) viel einfacher als z.B. das Sockenstricken. Das einzige worum man sich Gedanken machen muss, ist der Daumen. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Man kann einfach auf der Handfläche des Handschuhs ein “Loch” für den Daumen lassen. Dafür legt man in der Höhe des ersten Daumenknöchels ein paar Maschen still und schlägt sie in der nächste Runde wieder an. Rund um das so entstandene Loch werden die Maschen für den Daumen aufgenommen und hochgestrickt. ( Elizabeth Zimmermann hat für das Stilllegen der Maschen eine besonders einfache Methode entwickelt – die unter dem Namen “afterthougt thumb” z.B. bei diesen schönen Musterhandschuhen angewandt wird. )

Diese Art von Daumen sieht man häufig bei Handschuhen mit vielen Mustern – der Vorteil liegt darin, dass alle Muster einfach weitergestrickt werden können.

2) Man strickt einen extra Daumenbereich, in dem man ab dem Handgelenk, an der Daumenseite keilförmig Maschen zunimmt bis zum Daumenknöchel. Dort werden die zugenommenen Maschen stillgelegt und der Handschuh (ungefähr) wieder in seiner alten Maschenzahl weiter hochgestrickt. Handschuhe mit angestricktem Daumenkeil sind der Anatomie der Hand besser angepasst und daher sitzen die Handschuhe besser und bequemer.

Diese Art des Daumens wird vor allem bei Fingerhandschuhen (ein schönes Beispiel sind die  Knotty Gloves)  oder einfarbigen Handschuhen verwendet.

Ysolda Teague – erfrischend nostalgisch

April 11th, 2010
Strick-Muster der jungen Designerin Ysolda Teague

Eine kleine Auswahl der Ysolda-Muster bei ravelry.com (Zum Vergrößern klicken)

In Deutschland kaum vorstellbar, ein Artikel im Spiegel oder Stern über eine Handstrick-Designerin, die keine eigenen Laufsteg- Shows in Berlin hat, sondern einfach ihre Muster über eine Website verkauft.
Doch genau das hat “The Times” gemacht: Sie berichtet über Ysolda Teague, einer jungen schottischen Designerin, die vor allem mit ihren Berets in der Strick-Szene bekannt geworden ist.

Sie stamme aus einer Familie von Strickern -  erzählt Ysolda Teague der Times  – und stricke selbst seit dem sie 6 Jahre alt sei. Der Durchbruch kam mit 19 mit einem Muster einer Strickjacke, die an die 40er Jahre erinnern.

Eine moderne Designerin ist sie tatsächlich nicht, alle ihre Muster haben etwas Nostalgisches. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass sie Ihre Stricktechnik anhand von Strickbüchern aus den 40er und 50er Jahren verfeinert hat. Trotzdem wirken ihre Entwürfe nicht altbacken. Sie verwendet die zwar die Musterstreifen und Stricktechniken der frühen Nachkriegszeit, setzt aber eigene Akzente vor allem bei den Schnitten und Farben.

Inzwischen hat Ysolda Teague den 2. Band ihres eigenen Strickbuchs “Whimsical Little Knits” heraus gebracht.

Stricken ist Waerme

April 5th, 2010

Ein sehr netter Werbespot. Ich fand das Making-of auch sehr interessant. Leider sieht man nicht, wer hier fleißig die Nadeln geschwungen hat.

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Ruhe bewahren und…

Januar 28th, 2010

Leider in JennieGees Shop bei Etsy schon ausverkauft – aber trotzdem zauberhaft:

Ruhe bewahren und...

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