Noch mal Maschenprobe – immer wieder spannend

Maschenprobe mit Herz

Zur Zeit stricke ich an einem Pulli für meinen Freund. Und da bin ich jetzt ganz nervös, ob der fertige Pulli denn passen wird – denn das Strickstück, das ich zur Zeit in der Hand halte würde ihm auf jeden Fall zu klein sein.

Aber ich habe ja eine Maschenprobe vorher gemacht und sie auch gewaschen. Und im Gegensatz zu flauschigen Garnen, bei denen mir die Maschenprobe schon in der Handwäsche eingeschrumpft ist, habe ich hier eine Schurwolle mit “Easy Care”-Ausrüstung (so was wie Superwash). Bei Superwash-Garnen kommt es wohl häufiger vor, dass sie sich beim Waschen sozusagen “entspannen” und das Stück wird deutlich größer – das habe ich in letzter Zeit auch in verschiedenen Büchern gelesen

Und ich erinnere mich auch an eigene Erfahrungen: vor langer Zeit hatte ich mir einmal einen einen Allover-Zopfpullover aus einem Superwash-Garn gestrickt. Die Maschenprobe hatte ich wohl nicht gewaschen – damals war ich noch jung und naiv ….. Nach der ersten Wäsche hatte ich ein labberiges Minikleid. Ich konnte mir das damals überhaupt nicht erklären und war total frustriert.

Inzwischen weiss ich ja, dass man die Maschenprobe auch waschen muss – und danach am besten auch das Tragen simuliert, z.B. indem man sie eine Weile im Hosenbund mit sich trägt. Letzteren Trick habe ich aus dem Tichiro-Blog: Ein sehr schönes deutschsprachiges Strickblog – mit guten handwerklichen Tipps und einem Shop für “Strickdelikatessen”, darunter z.B. japanische Strickzeitschriften.

Tichiro hat eine sehr hilfreiche Broschüre geschrieben: “Von der Kunst, einen passenden Pullover zu stricken” . Ab Seite 5 finden sich die guten Tips zur Maschenprobe.

Tichiro empfiehlt übrigens, diejenige Nadelstärke zu wählen, bei der man ein zum Garn passendes Strickergebnis erhält. Auch beim Nachstricken von Anleitungen soll man gar nicht versuchen, die angegebene Maschenprobe zu erreichen – lieber die Anleitung für die eigene Maschenprobe und die eigenen Körpermaße umrechnen. Ganz meine Ansicht! Das habe ich schon immer so gemacht: schon alleine, weil mir Standardgrößen nicht passen, musste ich sowieso immer  umrechnen. Wenn man das erst mal kann – und mit Tichiro’s Broschüre kann man es lernen – dann hat man auch viel mehr Freiheit, z.B. bei der Auswahl des Garns.

Nur auf seine Maschenprobe sollte man sich verlassen können – es bleibt spannend mit meinem aktuellen Projekt!

PS: Die Maschenprobe hatte ich nach dem Zählen mit dem Herzchen bestickt (siehe Foto) und meinem Freund als “Vorgeschmack” auf den Pulli geschenkt. Der Pulli wird hoffentlich zu Ostern fertig.

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One Response to “Noch mal Maschenprobe – immer wieder spannend”

  1. Annelina sagt:

    Hey! total netter netblog! Vielen Dank!